Industrialisierung: Was die vielen Veränderungen für die Welt bedeuteten

Industrialisierung

Dinge wie das Bahnbetriebswerk Kreuzberg wurden erst dann gebraucht als die Industrialisierung auch in Deutschland angekommen ist. Wie alles begann und welche Konsequenzen die vielen Veränderungen für das Land hatten, haben wir in diesem Artikel übersichtlich dargestellt.


Die Beginne der Industrialisierung

Angefangen hat alles Anfang des 19. Jahrhunderts in England. Dort wurde die Dampflokomtive erfunden und Distanzen haben eine ganz neue Bedeutung bekommen. Die Menschen konnten nun plötzlich innerhalb von wenigen Minuten weite Strecken zurück legen und natürlich konnten auf diese Weise auf einmal auch Güter einfacher transportiert werden und der erste ganz kleine Schritt zur Globalisierung wurde getan.

Bis die Industrialisierung auch auf das europäische Festland gekommen ist, hat ein paar weitere Jahre gedauert. Aber Mitte des 19. Jahrhunderts war es so weit und auch in Deutschland gab es die ersten Dampflokomotiven und die ersten Bahnstrecken wurden gebaut. Ganz am Anfang wurden alle Einzelteile noch aus England importiert und dann erst auf dem Festland zusammengesetzt. Später fing man aber auch an selbst zu produzieren.


Günstige Bedingungen für einen Wandel

In England gab es keine Zollschranken und das Land hatte seit vielen Jahrzehnten kein Krieg erlebt. Das sind die besten Voraussetzungen für die Industrialisierung gewesen, aber auch der Fakt, dass in der Landwirtschaft ein Arbeitskräfteüberschuss herrschte, spielte der Entwicklung in die Karten. Zudem gab es sehr leicht erschließbare Kohlevorkommen und einen gut funktionierenden Tauschhandel (durch Kolonienbesitz). Generell galt auch eine verbreitete Unternehmermentalität und das vor allem in religiösen Kreisen, was die Entwicklung ebenfalls vorantrieb.


Eine magische Zeit

Im Grunde wurde hier der Grundstein für unser heutiges modernes Leben gelegt wie wir es kennen. Denn in dieser Zeit wurden Abläufe und Vorgänge automatisiert und damit immens beschleunigt. Auf diese Weise konnte in kurzer Zeit mehr produziert werden und damit stieg natürlich auch das wirtschaftliche Wachstum.

Man spricht hier auch von dem Maschinenzeitalter, denn neben der Dampfmaschine wurden auch andere große Durchbrüche geschafft. So wurde auch der mechanische Webstuhl und die Spinnmaschine erfunden und genutzt. Unternehmer erhofften sich durch diese Erfindungen noch mehr Arbeitskräfte einsparen zu können und trotzdem produktiv zu bleiben. Dieser Plan ging allerdings nicht ganz auf, denn auch zur Wartung und Instandhaltung der Maschinen wurden qualifizierte Arbeiter gebraucht.

Da wir seitdem auch noch viele weitere Entwicklungen durchgemacht haben, spricht man von der ersten Industrialisierung im 19. Jahrhundert.


Die Kehrseite der Medaille

Die Kehrseite der Medaille war aber natürlich auch, dass die Menschen vor einer sozialen Frage standen. Ihr Leben hat sich innerhalb kurzer Zeit völlig verändert und in Deutschland wurde der Wunsch nach Einheit immer lauter. Man glaubte mit einem vereinten Land besser leben zu können und viele Probleme lösen zu können.

Unternehmer haben auf den maximalen Profit gesetzt und das Leben war plötzlich kapitalorientiert. Viele Arbeiter haben unter schlechtesten Bedingungen viel zu lange gearbeitet und wurden bis zur absoluten Erschöpfung gemolken. Trotzdem konnten sich viele Menschen keine Wohnungen mehr leisten und es entstanden geteilte Betten, die morgens von dem einen und abends von dem anderen Nutzer belegt wurden.

Viele Arbeiter sind gestorben, weil sie enormen Risiken ausgesetzt wurden oder einfach nur an Erschöpfung verendet sind.

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